Visit our homepage or try our search engine.
![]() |
![]() |
|||
| zurück |
Public Debt and Pension Policy under Lexicographic Choice Behavior: A New Psychological Economics ApproachDissertation Prof. Dr. Dr. Josef Falkinger |
|||
Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Zürich gestattet
AbstractThis thesis develops a new approach towards the modeling of economic behavior which takes into account bounded rationality. On the one hand I provide a methodological treatment on modeling bounded rationality. On the other hand I develop two specific models which aim to describe individual savings and portfolio choices. These models are then applied to the analy-sis of government debt financing and, second, to the study of optimal pension design. Specifically, Chapter 2 addresses the question how government debt financing influences macroeconomic outcomes in the presence of loss aversion and bounded rationality. The com-bination of these two phenomena will give rise to lexicographic modes of behavior. I consider an economy where individuals face idiosyncratic income risks and the government has the choice to finance a given budget volume by taxing income or issuing low-risk government bonds. Moreover, there are two kind of private investment projects in this economy, one of-fering low expected returns but also associated with only moderate uncertainty. In contrast, the second kind of projects are high-risk/high-return projects. The question I explore is how government debt financing affects the aggregate equilibrium risk composition of private in-vestment projects. This question gains its particular interest from the fact that it is commonly believed that investment projects associated with research and development activities are es-pecially risky. If such projects mainly contribute to the economic growth process then the aggregate amount of high-risk investments in an economy is crucial for its growth prospects. In my analysis I show that zero debt financing will not be the best policy when the promotion of high-risk investments is a desirable policy objective. Chapter 3 deals with the optimal composition of a pension system with regard to funded and unfunded components. Again, I consider an economy where financial markets provide two investment possibilities, one with low risk exposure and low returns, the other distinguished by high returns and high risks. The core of this chapter is the introduction of a new kind of lexicographic life-cycle preferences which I argue to be more adequate to the study of pension policy as would be the loss aversion preferences from Chapter 2. I explore then whether a pay-as-you-go system may beneficially contribute to the reduction of the risk exposure of retiree incomes. In particular, I examine whether the answer differs for different income groups. I also consider how a pension system is optimally designed in the presence of myopic savings behavior. The main finding is that individuals with lower incomes benefit from a PAYGO system whereas individuals with a higher income are likely to prefer a purely funded system. To my knowledge, both issues, debt financing as well as the optimal composition of a pension system, have not been addressed by behavioral economists so far. Moreover, the specific preference models that underlie the analyses in Chapter 2 and 3 have not been applied to pol-icy questions previously. With respect to this, Chapter 4 takes a step back reflecting some general methodological issues concerning behavioral public economics. I formulate the con-clusion that, at least in complex economic environments, any kind of individual economic behavior should be modeled as stemming from the maximization of lexicographic prefer-ences. Moreover, I discuss how we can measure individual welfare in the case where behavior and thus the preferences underlying this behavior might be distorted (e.g. in the case of my-opic choices). In a short conclusion I sketch the future prospects of the research program to which this dissertation is committed. ZusammenfassungDie vorliegende Dissertation entwickelt einen neuen Ansatz, das Verhalten ökonomischer Akteure zu modellieren. Dieser trägt der Tatsache Rechnung, dass Individuen beschränkt rati-onal sind. Neben methodologischen Betrachtungen werden konkret zwei neue Modelle zur Beschreibung von Spar- und Portfolioentscheidungen präsentiert. Es folgen zwei wichtige wirtschaftspolitische Anwendungen, nämlich die Analyse der Auswirkungen von staatlicher Schuldenfinanzierung und zweitens die optimale Gestaltung eines Rentensystems. Im Speziellen geht es im 2. Kapitel um die Frage, wie öffentliche Schuldenfinanzierung mak-roökonomische Allokationen beeinflusst, wenn individuelles Verhalten durch Verlustaversion und beschränkte Rationalität bestimmt ist. Die Kombination dieser beiden Verhaltensphäno-mene schlägt sich in lexikographischen Entscheidungsmustern nieder. Es wird eine Ökonomie betrachtet, in der die Individuen idiosynkratischen Risiken ausgesetzt sind. Der Staat kann sich entweder über Steuern oder durch Begebung von Staatspapieren mit geringem Renditerisiko finanzieren. Ausserdem bestehen zwei verschiedene private Investitionsmöglichkeiten: eines mit geringem Risiko und geringem erwartetem Ertrag, eines mit hohem Risiko und hohem erwarteten Ertrag. Es wird untersucht, wie Staatsverschuldung im Gleichgewicht die Ri-sikozusammensetzung der privaten Investitionsprojekte beeinflusst. Diese Fragestellung ge-winnt ihr Interesse dadurch, dass üblicherweise angenommen wird, dass Investitionen in For-schungs- und Entwicklungsprojekte besonders riskant sind und andererseits solche Investitio-nen wesentlich das Wachstum einer Wirtschaft vorantreiben. In der Analyse wird gezeigt, dass die Eliminierung sämtlicher staatlicher Schuldfinanzierung nicht die beste Politik darstellt, wenn immer die Förderung von Hochrisikoprojekten erwünscht ist. Das 3. Kapitel beschäftigt sich mit der optimalen Zusammensetzung eines Rentensystems aus einer Umlagekomponente und kapitalgedeckten Komponenten. Es wird wiederum eine Öko-nomie mit zwei Investitionsmöglichkeiten betrachtet, eine mit niedrigem Risiko und niedrigen erwarteten Renditen und eine andere mit hohen erwarteten Erträgen und hohem Risiko. Im Zentrum dieses Kapitels steht die Entwicklung eines neuen lexikographischen Lebenszyklus-modells. Es wird argumentiert, dass dieses Modell geeigneter ist für die Analyse eines opti-malen Rentensystems als das Verlustaversionsmodell im 2. Kapitel. Es wird dann untersucht, ob es wünschbar ist, dass ein Umlagesystem die Einkommensrisiken der Erträge aus kapitalgedeckten Rentenkomponenten versichert. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, ob eine Differenzierung zwischen verschiedenen Einkommensklassen nötig ist. Es wird auch betrachtet, wie ein Rentensystem ausgestaltet werden sollte, wenn individuelles Sparverhalten durch Kurzsichtigkeit gekennzeichnet ist. Das Hauptergebnis lautet, dass Individuen mit geringem Einkommen von einem Umlagesystem profitieren, während Bezüger höherer Einkommen eher besser gestellt sind ohne Umlagekomponente. Meines Wissens sind die beiden Fragestellungen staatliche Schuldfinanzierung und optimale Zusammensetzung eines Rentensystems bisher nicht von verhaltensorientierten Ökonomen untersucht worden. Ebenso sind die beiden spezifischen Präferenzmodelle, die im 2. und 3. Kapitel verwendet wurden, bisher nicht auf wirtschaftspolitische Fragestellungen angewandt worden. Daher nimmt das 4. Kapitel die Gelegenheit wahr, einige allgemeine methodische Reflektionen auszuführen hinsichtlich der Möglichkeiten verhaltensorientierter (wirtschafts-politischer) Analysen. Ich komme zur Schlussfolgerung, dass, zumindest in komplexen öko-nomischen Umgebungen, jede Art ökonomischen Verhaltens so aufgefasst werden sollte, dass es durch die Maximierung lexikographischer Präferenzen erklärt werden kann. Darüber hinaus wird diskutiert, wie individuelles Wohlergehen gemessen werden kann, wenn diejenigen Präferenzen, die individuellem Verhalten zugrunde liegen, in irgendeiner Weise „verzerrt“ sind (z.B. durch Kurzsichtigkeit). In einer kurzen Schlussfolgerung werden die zukünftigen Aussichten des in dieser Arbeit verfolgten Forschungsprogramms skizziert. |
||||
Hier können Sie die Dissertation (PDF, 1.2 MB) herunterladen. |
||||
Error 404: Page not found. The requested document does not exist
Visit our homepage or try our search engine. |
||||