Visit our homepage or try our search engine.
![]() |
![]() |
|||
| zurück |
Group Affiliation and Human CooperationDissertation der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät zur Erlangung der Würde vorgelegt von Helen Bernhard von Frutigen BE Genehmigt auf Antrag von Prof. Dr. Ernst Fehr Prof. Dr. S. Gächter
|
|||
Die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät gestattet hierdurch die Drucklegung der vorliegenden Dissertation, ohne damit zu den darin angesprochenen Anschauungen Stellung zu nehmen.
ABSTRACTHuman cooperation plays a fundamental role in social and economic interactions and is one of the most fascinating properties of human societies. A key aspect of human cooperation is that group affiliation seems to decisively influence cooperation. In neglecting the impact of group affiliation, economists leave a most important and interesting feature of human cooperation unexplained. The aim of this thesis is to get a deeper understanding of human cooperation by studying the impact of group affiliation on cooperation in three empirical studies. The first study observes the third party enforcement of social norms within and across two native clans in Papua New Guinea. The tribes are distinct, cohesive and stable groups contrary to transient groups in the laboratory and therefore very suitable to measure the potential force of group affiliation on behavior. We find a much higher willingness to punish if the victim of the norm violation belongs to the same group as the punisher. The third parties thus show altruistic punishment in the sense that they protect ingroup victims of norm violations more than outgroup victims. Moreover, third parties are expected to punish ingroup norm violators less than norm violators from the outgroup. As a consequence, norm violations occur more often if the punisher and the norm violator belong to the same group. Further we find that norm compliance is much higher within groups than across groups. Strikingly, this higher ingroup norm compliance is not driven by fear of punishment but is voluntary, indicating altruistic cooperation within groups. In the second study we experimentally measure social preferences within and across groups by conducting special versions of the trust game (Berg et al., 1995). These games were also conducted among naturally existing, small, non-hostile tribes in Papua New Guinea. We find that social preferences change when humans interact with an ingroup member compared to when they interact with an outgroup member. In particular altruistic preferences are much higher within than across groups, rendering both the level of trust and trustworthiness higher within groups. While altruistic preferences are the main reason for cooperation within groups, expected profitability and reciprocity are the driving motives underlying cooperation across groups. Cooperation within groups is unconditionally high, while cooperation across groups occurs only if the outgroup member has also cooperated or is believed to cooperate as well. This finding suggests that human cooperation might be different within and across groups due to changing social preferences. The third empirical study observes the development of prosocial behavior and ingroup favoritism among 3- to 8-year old children. Again we use naturally occurring groups (playschool groups, kindergarten classes and school classes) to study the impact of group affiliation on the behavior of the children. We find that in general children are more prosocial and also more willing to incur costs of being prosocial the older they are. Most interestingly, our results reveal that older children do not show more prosociality because they are more altruistic than younger children but because they are increasingly inequality averse. Moreover, we find that ingroup favoritism significantly emerges among 7- to 8-year olds. Finally, our data reveal that the social environment of a child plays an important role for the development of prosocial behavior. In particular, having regular contact with other children is impressively correlated with prosociality. The results presented in this thesis do not only provide important empirical information for the proper modeling of behavior within and across groups and for the discrimination between different intergroup theories but are also of great practical interest. In particular the insights concerning differences in norm compliance and social preferences within and across groups have severe consequences for various economic settings such as redistribution policies, incentive schemes and the designing of institutions that wish to foster cooperative behavior. We discuss these implications and point out to their relevance in view of the omnipresence of groups in human societies. ZUSAMMENFASSUNGDie Kooperation spielt eine fundamentale Rolle in sozialen und ökonomischen Interaktionen und ist eine der faszinierendsten Eigenschaften menschlicher Gesellschaften. Ein wesentlicher Aspekt menschlicher Kooperation ist die Tatsache, dass die Gruppenzugehörigkeit die Kooperation entscheidend beeinflusst. Dadurch, dass Ökonomen den Einfluss der Gruppenzugehörigkeit weitgehend unbeachtet lassen, bleibt eine äusserst wichtige und interessante Eigenschaft menschlicher Kooperation unerklärt. Das Ziel dieser Dissertation ist es, die menschliche Kooperation besser zu verstehen. In drei empirischen Studien wurde der Einfluss der Gruppenzugehörigkeit auf das Kooperationsverhalten untersucht. Die erste Studie beobachtet die Durchsetzung sozialer Normen innerhalb und zwischen zwei einheimischen Klans in Papua Neu Guinea. Im Gegensatz zu kurzfristig gebildeten Labor-Gruppen sind die Klans natürliche, kohäsive und stabile Gruppen und daher sehr geeignet, um die potenziellen Kräfte der Gruppenzugehörigkeit auf das Verhalten zu messen. Unsere Ergebnisse zeigen, dass unbeteiligte Drittpersonen eine Normverletzung viel höher bestrafen, wenn das Opfer der Normverletzung zu derselben Gruppe gehört wie der Bestrafer. Zudem wird von Bestrafern erwartet, dass sie Normverletzer der eigenen Gruppe weniger bestrafen als Normverletzer einer anderen Gruppe. Als Folge davon treten mehr Normverstösse auf, wenn der Bestrafer und der Normverletzer derselben Gruppe angehören. Des Weiteren werden Normen innerhalb der Gruppe viel stärker befolgt als zwischen Gruppen. Interessanterweise ist diese stärkere Einhaltung von Normen in der Gruppe nicht das Ergebnis grösserer Angst vor einer Bestrafung, sondern sie erfolgt freiwillig. Dies weist auf eine altruistische Kooperation innerhalb der Gruppen hin. In der zweiten Studie haben wir soziale Präferenzen innerhalb und zwischen den Gruppen gemessen, indem wir spezielle Versionen des "Vertrauensspiels" (Berg et al. 1995) durchführten. Auch diese Spiele wurden in natürlichen, kleinen und neutralen Klans in Papua Neu Guinea durchgeführt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass sich soziale Präferenzen ändern, je nachdem ob Menschen mit einem eigenen Gruppenmitglied oder mit einem Mitglied einer anderen Gruppe interagieren. Insbesondere sind altruistische Präferenzen innerhalb der Gruppe viel höher als zwischen Gruppen, was zu einem höheren Niveau an Vertrauen und Vertrauenswürdigkeit innerhalb der Gruppe führt. Während altruistische Präferenzen der Hauptgrund für Kooperation innerhalb von Gruppen sind, sind erwartete Profitabilität und Reziprozität die Hauptmotive für Kooperation zwischen verschiedenen Gruppen. Die Kooperation innerhalb der Gruppe ist bedingungslos hoch, währenddem die Kooperation zwischen Gruppen nur stattfindet, wenn das Mitglied der anderen Gruppe vorgängig auch kooperierte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich die Kooperation innerhalb und zwischen den Gruppen aufgrund verändernder sozialer Präferenzen unterscheidet. Die dritte Studie beobachtet die Entwicklung prosozialen Verhaltens und die Favorisierung von eigenen Gruppenmitgliedern bei 3- bis 8-jährigen Kindern. Wiederum benutzten wir natürliche Gruppen (Spielgruppen, Kindergartenklassen und Schulklassen), um den Einfluss der Gruppenzugehörigkeit auf das Verhalten der Kinder zu studieren. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Kinder generell prosozialer handeln, je älter sie sind – selbst wenn prosoziales Verhalten gewisse Kosten mit sich bringt. Interessanterweise zeigen unsere Resultate, dass ältere Kinder nicht deshalb prosozialer sind, weil sie altruistischer wären als jüngere Kinder, sondern, weil sie zunehmend ungleichheitsavers werden. Zudem sehen wir, dass die 7- bis 8-Jährigen signifikant prosozialer gegenüber eigenen Gruppenmitgliedern sind als gegenüber Kindern anderer Klassen. Zuletzt zeigen unsere Daten, dass das soziale Umfeld eines Kindes eine wichtige Rolle für die Entwicklung prosozialen Verhaltens spielt. So korreliert zum Beispiel ein regelmässiger Kontakt mit anderen Kindern stark mit prosozialem Verhalten. Die Resultate dieser Studien liefern nicht nur wichtige empirische Informationen für die richtige Verhaltens-Modellierung innerhalb und zwischen Gruppen, sondern sie sind auch von grossem praktischen Interesse. Angesichts der Allgegenwart von Gruppen in menschlichen Gesellschaften sind insbesondere die Erkenntnisse bezüglich der unterschiedlichen Befolgung und Durchsetzung von Normen und der Veränderungen sozialer Präferenzen innerhalb und zwischen Gruppen hoch relevant. Wir diskutieren mögliche Implikationen und zeigen auf, wie wichtig es ist, den Einfluss der Gruppenzugehörigkeit auf das menschliche Verhalten zu beachten. |
||||
Hier können Sie die Dissertation (PDF, 2.7 MB) herunterladen. |
||||
Error 404: Page not found. The requested document does not exist
Visit our homepage or try our search engine. |
||||