Die Kosten des Terrorismus

The economy up in smoke Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center ist Terrorismus Thema vieler Diskussionen und Studien. Auch Ökonomen beschäftigen sich bereits seit geraumer Zeit mit den wirtschaftlichen Folgen von Terrorattacken.

Bruno S. Frey, Simon Luechinger und Alois Stutzer von der Universität Zürich geben in ihrem CESifo Working Paper No. 1341 “Calculating Tragedy: Assessing the Costs of Terrorism” einen kurzen Überblick über den bisherige Untersuchungen zu den gesellschaftlichen Kosten von Terroranschlägen.

Und diese Kosten können gewaltig sein: Einbußen der Tourismuswirtschaft - man denke an den Einbruch des ägyptischen Tourismus nach dem Massaker im Tempel der Hatschepsut im Tal der Königinnen 1997 – das Ausbleiben von Auslands- und heimischer Investitionen sowie ein Rückgang der heimischen Nachfrage und erhöhter Sicherheitsausgaben summieren sich schnell auf viele Milliarden Euro. Allein die monetär messbaren Folgen des Terroranschlags auf das World Trade Center werden auf bis zu 60 Milliarden Dollar geschätzt.

Doch diese Kosten spiegeln bei weitem nicht die wahren gesellschaftlichen Kosten wider, wie Frey und seine Kollegen betonen. Denn die Angst vor weiteren Terroranschlägen, die Schmerzen und Trauer der Betroffenen, mit einem Wort: die Einbussen an Lebensqualität müssen in einer Bilanzierung der Kosten ebenfalls berücksichtigt werden.

Um diese schwer bestimmbaren negativen Wirkungen messen zu können, schlagen die Autoren vor, mit Hilfe von unabhängigen Umfragen zur Zufriedenheit der Haushalte, wie sie das Euro-Barometer bereit stellt, herauszufinden, welchen Wert die Bewohner der Verringerung des Terrorismus beimessen. So wären die Bewohner von Nordirland nach einer weiteren Studie der Autoren bereit, auf bis zu 41 Prozent ihres Einkommens zu verzichten, wäre ihre Heimat genauso friedlich wie die anderen Teile Englands. Dieses Ergebnis zeigt bei aller Unsicherheit auf, dass die Einbussen an Lebensqualität die monetär messbaren Kosten bei weitem übertreffen.

B. S. Frey, S. Luechinger und A. Stutzer: Calculating Tragedy: Assessing the Costs of Terrorism, CESifo Working Paper No. 1341

 

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